EAN-Nummer
4305615050423
Label
/ Gütesiegel
BDIH - Kontrollierte Naturkosmetik, Dermatologisch getestet
Menge / Grösse
30 ml
Inhaltsstoffe / tech. Angaben
Bestandteile: Gereinigtes Wasser, gehärtetes Pflanzenöl, Glycerin, Sojaöl*, Jojobaöl*, Squalan, Talkum, Kalium-Cetylphosphat, Palmitinsäure, Stearinsäure, Mischung ätherischer Öle, Palmkernfett, Sheabutter*, Zuckeralkohol, Polysaccharid, Xanthan, Lecithin, Granatapfelsamenextrakt*, Kornblumenblütenextrakt*, Natriumcitrat, Vitamin c-palmitat, Lecithin, Vitamin E, Glimmer, Palmkernfettsäureester, mineralische Farbstoffe. *aus kontrolliertem Anbau
Hersteller / Vertrieb
Dirk Rossmann GmbH
Hersteller / Vertrieb
(Strichcodeanmelder GS1 / EAN)
Dirk Rossmann GmbH, Isernhägener Str. 16, 30938 Burgwedel, Deutschland
Herkunft
Deutschland
Erfasst
anonym am 07. 12. 09
Die Inhaltsstoffe sollten gemäss Deklarationspflicht in
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Umweltinformationen zu Inhaltsstoffen
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Palmöl | Palmölinformationen Greenpeace |
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Erklärung [9] |
Folgender Inhaltsstoff ist aus Bestandteilen der Ölpalme hergestellt: Palmkernfett. Folgender Inhaltsstoff kann aus Bestandteilen der Ölpalme hergestellt sein: gehärtetes Pflanzenöl. |
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Problematik [9] |
Die Nachfrage nach Palmöl steigt weltweit stark. Doch die Palmölproduktion führt in Indonesien und Malaisien zur massiven Zerstörung von Regenwäldern und Torfgebieten. Dies hat verheerende Folgen für die Biodiversität, das Klima, und die lokale Bevölkerung. |
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Problematik
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Regenwaldzerstörung [9] |
Um Platz für Palmölplantagen zu schaffen, werden grosse Flächen von Regenwäldern gerodet. In Indonesien sind bereits über zwei Drittel der Regenwälder zerstört und zahllose Lebewesen vom Aussterben bedroht. Besonders der Orang-Utan, der weltweit nur in den Regenwäldern von Sumatra und Borneo vorkommt, ist in akuter Gefahr. Die Zahl der Sumatra Orang-Utans ist seit 1900 um 91% zurückgegangen.
Viele Palmölproduzenten entwalden ohne Bewilligung der Regierung und zerstören auch Wälder mit hohem Schutzwert.
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Paneco: Schutz der Sumatra Orang-Utans
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Klima [9] |
Durch die Waldzerstörung wird so viel Kohlendioxid freigesetzt, dass Indonesien zum drittgrössten Treibhausgasemittenten geworden ist – nach den USA und China. Dabei kommt ein grosser Teil des CO2 Ausstosses von der Zerstörung der Torfgebiete. Diese speichern riesige Mengen von Kohlenstoff. Für den Anbau von Oelpalmen werden sie entwässert, wobei Kohlendioxid und Methangas freigesetzt wird. Zusätzlich wird aber auch bei der Brandrodung viel CO2 emittiert. Um den Klimawandel zu stoppen, ist deshalb ein Moratorium auf die Zerstörung von Regenwäldern und Torfgebieten notwendig. |
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Soziale Konflikte [9] |
Die Ausdehnung der Palmölplantagen führt immer wieder zu sozialen Konflikten. Die einheimische Bevölkerung verliert ihr Land, welches ihnen als Lebensgrundlage dient, an die Palmölindustrie. Zusätzlich halten die Palmölfirmen dabei häufig ihre Versprechungen zur Kompensation gegenüber der Landbevölkerung nicht ein. Als Plantagenarbeiter haben die Menschen oft ein kleineres Einkommen als sie vorher als Landbesitzer hatten und stehen ausserdem in einem Abhängigkeitsverhältnis gegenüber den Palmölfirmen. |
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Bruno Manser Fonds: Fairness im Tropenwald
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Verwendung [9] |
Palmöl ist das billigste und meistverwendete Pflanzenöl weltweit. Der grösste Anteil wird für Nahrungsmittel verwendet (73,5 %), gefolgt von Konsumgütern wie z.B. Kosmetika, Seife, und Waschmittel, (21,5%) und der kleinste Anteil für Agrotreibstoffe (5%) (Quelle: USDA 2007). In den letzten Jahren ist die Nachfrage für Palmöl enorm gestiegen, wie in diesem Graph ersichtlich. |
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Keine Deklarationspflicht [9] |
Hersteller sind nicht verpflichtet, Palmöl als solches zu deklarieren. In Lebensmitteln wird es häufig nur als „pflanzliches Oel“ oder „pflanzliches Fett“ bezeichnet. Somit ist nicht klar, ob es sich um Palmöl oder ein anderes Pflanzenöl handelt. Zusätzlich gibt es bei Kosmetika viele andere Begriffe, hinter denen sich Bestandteile der Ölpalme verstecken können, wie beispielsweise Sodium palmate oder Elais guineensis. Ausserdem können viele chemischen Rohstoffe wie beispielsweise Fettsäuren, sowohl aus der Ölpalme wie auch aus anderen Pflanzen hergestellt werden. Dies macht es fast unmöglich, den Kauf von Palmprodukten ganz zu vermeiden. Auch codecheck kann deshalb nicht bei allen Produkten wissen, ob sie Bestandteile der Ölpalme enthalten. |
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Nachhaltiges Palmöl [9] |
Palmöl kann als nachhaltig bezeichnet werden, wenn seine Produktion nicht zu Regenwald- und Torflandzerstörung und/oder zu sozialen Konflikten führt. Leider ist der Anteil an wirklich nachhaltigem Palmöl auf dem Markt aber noch sehr klein. Der Runde Tisch für nachhaltiges Palmöl (RSPO) geht zwar mit seinen Kriterien zur Zertifizierung in die richtige Richtung, wird aber leider auch von vielen Firmen als grünes Feigenblatt missbraucht. Zudem fehlen bisher Kriterien, welche der Treibhausgasproblematik Rechnung tragen und seriöse und unabhängige Kontrollmechanismen zur Überprüfung der Kriterien. |
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Keine Produkte aus Regenwaldzerstörung
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Bio-Palmöl [9] |
Bio-Suisse zertifiziertes Palmöl* folgt Richtlinien, welche die Rodung von Flächen mit hohem Schutzwert verbieten. Darunter fallen auch Urwälder und Primärwälder. Ausgenommen davon sind Flächen, die vor 1994 gerodet worden sind. Die Produktion von Bio-Palmöl führt demnach nicht zu Regenwaldzerstörung. Zurzeit kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass Bio-Palmöl zu sozialen Konflikten führt. Denn die Firma Daabon (eine von weltweit zwei grossen Firmen die Bio-Palmöl anbieten) ist in Kolumbien in Landkonflikte mit Kleinbauern verstrickt.
*folgende Labels erfüllen diese Richtlinien: Bio-Suisse, Manor Bio Natur Plus, Migros Bio, und Demeter. Die Standards des deutschen Bio-Siegel, erlauben keine Entwaldung von ursprünglichen Ökosystemen.
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Was kann ich tun? [9] |
Fordern sie von den Herstellern, kein Palmöl aus Regenwald- und Torflandzerstörung mehr zu verwenden. Dies können Sie über den Kundenservice oder über ein Kontaktformular tun. Je mehr KonsumentInnen wirklich nachhaltiges Palmöl verlangen, welches weder Regenwald- und Torflandzerstörung, Landkonflikte noch einen Verlust von Arten mit sich bringt, desto eher ist der Hersteller bereit etwas zu unternehmen. |
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Keine Produkte aus Regenwaldzerstörung
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Fachinformationen zu Inhaltsstoffen
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Glycerin | Kosmetika
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empfehlenswert | Quelle: Oekotest Kosmetikliste |
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Einsatz |
Wirkstoff; wird für Naturkosmetika verwendet. |
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Herkunft |
unterschiedlich |
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Nutzen |
feuchtigkeitsbewahrend, hautglättend |
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Lecithin | Kosmetika
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empfehlenswert | Quelle: Oekotest Kosmetikliste |
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Einsatz |
Wirkstoff, natürlicher Emulgator; wird für Naturkosmetika verwendet. |
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Herkunft |
unterschiedlich, z. B. aus Sojaöl |
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Nutzen |
feuchtigkeitsbewahrend, hautglättend |
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Fachinformationen zu Labels und Gütesiegel
empfehlenswert
Quelle: Verbraucher Initiative
irreführend
Quelle: Verbraucher Initiative
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BDIH - Kontrollierte Naturkosmetik | Label / Gütesiegel |
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empfehlenswert | Quelle: Verbraucher Initiative |
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Bereich [7] |
Umwelt, Gesundheit |
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Produkte [7] |
Natur-Kosmetikprodukte |
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Kriterien [7] |
Das Prüfzeichen Kontrollierte Natur-Kosmetik des BDIH (Bundesverband Deutscher Industrie- und Handelsunternehmen für Arzneimittel, Reformwaren, Nahrungsergänzungsmittel und Körperpflegemittel) kennzeichnet Natur-Kosmetika, die die 'Richtlinie Natur-Kosmetik' des BDIH erfüllen. Diese umfasst unter anderem folgende Mindestanforderungen an die Gewinnung bzw. Erzeugung der Rohstoffe und die Verarbeitung: - pflanzliche Rohstoffe möglichst aus kontrolliert biologischem Anbau bzw. Wildsammlung, - Verbot von Tierversuchen, - Verbot von Rohstoffen toter Wirbeltiere (z.B. Nerzöl), - beschränkter Einsatz bestimmter Rohstoffe (z.B. Fette, Lanolin), - Verbot bestimmter Stoffe (z.B. Erdölprodukte, synthetische Duftstoffe), - Konservierung nur mit natürlichen oder bestimmten naturidentischen Mitteln (z.B. Benzylalkohol), - Verbot der Entkeimung durch radioaktive Bestrahlung. Weiterhin verfolgt das Zeichen die Transparenz der Rohstoffherkunft, den Einsatz gegen Gentechnik, die ökologische Verträglichkeit von Produkten und Verpackungen sowie die Sozialverträglichkeit des Produktionsprozesses. |
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Kontrolle [7] |
Das Prüfzeichen Kontrollierte Natur-Kosmetik wurde 1994 auf Initiative von Naturkosmetik-Herstellern entwickelt, um Standards für den bis heute rechtlich nicht geschützten Begriff der Natur-Kosmetik zu definieren.
Das Zeichen wird vom BDIH an Verbandsmitglieder auf Antrag für die Erzeugnisse, welche die „Richtlinie Naturkosmetik“ erfüllen, vergeben. Die Prüfung sowohl bei der Erstvergabe als auch bei den jährlichen Kontrollen obliegt einem unabhängigen Institut. |
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Kommentar [7] |
Das Prüfzeichen Kontrollierte Natur-Kosmetik basiert auf ökologischen, gesundheitlichen und sozialen Aspekten. Die Kriterien reichen über das gesetzlich Vorgeschriebene hinaus und berücksichtigen die eingesetzten Rohstoffe, den Herstellungsprozess und die Endprodukte. Die Einhaltung der Kriterien wird bei Antragsstellung durch eine neutrale Stelle geprüft. Die Kriterienentwicklung erfolgt durch die Naturkosmetik-Hersteller ohne Beteiligung unabhängiger Stellen. Auch der Herausgeber des Zeichens ist als Herstellerverband nicht unabhängig. Die Glaubwürdigkeit des Labels ist aber aufgrund der Produktprüfung durch ein externes Institut insgesamt gegeben. Verstöße werden verfolgt und wenn nötig sanktioniert. Die Zeichennutzung ist zeitlich befristet, Vergabekriterien und -verfahren sind für jeden zugänglich. |
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Webseite [5/6] |
www.kontrollierte-naturkosmetik.de
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Dermatologisch getestet | Label / Gütesiegel |
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irreführend | Quelle: Verbraucher Initiative |
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Bereich [7] |
Gesundheit |
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Produkte [7] |
Kosmetische Mittel wie Cremes, Lotionen |
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Kriterien [7] |
‚Dermatologisch getestet’ ist kein geschützter Begriff, d.h. es gibt keine festgelegten Kriterien, wann ein Produkt diese Bezeichnung tragen darf. Im Grunde besagt dieser Begriff, dass das Produkt in Gegenwart eines Dermatologen getestet wurde. Über das Testverfahren, die Ergebnisse oder die Unabhängigkeit der Prüfung sagt der Begriff nichts aus. Ähnlich unklar sind die Bezeichnungen ‚allergenarm’, ‚mit reduziertem Allergengehalt’ oder ‚hypoallergen’. |
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Kontrolle [7] |
Das Zeichen wird von Kosmetikherstellern auf ihren Produkten nach Bedarf verwendet, ein Kontrollsystem existiert nicht. |
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Kommentar [7] |
Die Auslobung ‚dermatologisch getestet' suggeriert, dass das ausgezeichnete kosmetische Mittel besonders gut verträglich ist. Doch bei keinem kosmetischen Produkt kann ausgeschlossen werden, dass es irgendwelche Bestandteile enthält, die bei Anwendung allergische Reaktionen hervorrufen können. Das Zeichen ist kein Label im eigentlichen Sinn. Es hat keinen hohen Aussagewert. |
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Vor- und Nachteile
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Noch kein Vorteil erfasst.
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Noch kein Nachteil erfasst.
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Informationen zur Produktkategorie
Nicht gerade makellos
Quelle des Berichtes: ÖKO-TEST Verlag GmbH, Frankfurt
Test: Make-up
Kommentare und Meinungen von Konsumenten
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Angebundene Datenquellen für den durchgeführten Vergleich der
Inhaltsstoffe:
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ÖKO-TEST Verlag, Frankfurt, Deutschland
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[2] Heinz Knieriemen, Autor und
Lebensmittelchemiker, Schweiz
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Udo
Pollmer |
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[4] Udo Pollmer, Lebensmittelchemiker,
Deutschland
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[5] WWF Schweiz | Stiftung für
Konsumentenschutz SKS, | Vier Pfoten, Publikation 06
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[6] PUSCH | Stiftung Praktischer
Umweltschutz Schweiz | Christoph Meier
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[7] Die Verbraucher Initiative e.V.
(Bundesverband), Berlin, Deutschland
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[8] Arbeiterkammer Wien, Wien,
Österreich | Gütezeichen für Lebensmittel
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[9] Greenpeace Schweiz, Zürich,
Schweiz | Ratgeber Fisch und Palmöl
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